„Warum fühle ich mich nie gut genug – selbst wenn objektiv alles klappt?“
Wenn etwas gelingt, verbucht dein Kopf es unter „Zufall“ oder „war ja nichts Besonderes“. Jeder kleine Patzer zählt dagegen sofort als Beweis gegen dich als ganze Person.
Thema · Selbstwert
Nach außen alles okay. Innen die Dauerfrage, ob du gut genug bist. Hier können wir deinen inneren Kritiker besser verstehen und einen faireren Umgang mit dir finden, ohne Überdruck.
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Der einfache Einstieg
Ideal, wenn du über diese Seite auf mich gestoßen bist und erst einmal schauen möchtest, ob die Chemie stimmt. Wir ordnen dein Anliegen kurz ein — ungekünstelt und ohne Verpflichtung.
Du möchtest lieber erst schriftlich anklopfen oder kurz fragen, ob dein Thema passt? Schreib mir eine kurze Mail — ich melde mich meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden.
Worum es oft geht
Ein wackeliger Selbstwert sieht von außen selten dramatisch aus. Oft funktionieren Job, Studium oder Beziehung sogar ziemlich gut – manchmal gerade deshalb, weil du sehr viel leistest, aufmerksam bist und dir kaum Fehler erlaubst. Anstrengend wird es im Innenraum: wenn der eigene Wert ständig an Bedingungen geknüpft ist und du das Gefühl hast, dir deine Daseinsberechtigung jeden Tag neu verdienen zu müssen.
Vielleicht kommt dir der ein oder andere dieser Gedanken bekannt vor – aus deinem eigenen Kopf oder fast genauso aus deiner Suchleiste:
Wenn etwas gelingt, verbucht dein Kopf es unter „Zufall“ oder „war ja nichts Besonderes“. Jeder kleine Patzer zählt dagegen sofort als Beweis gegen dich als ganze Person.
Mit Freund:innen würdest du nie in dem Ton reden, den du dir selbst gegenüber anschlägst. Trotzdem läuft innerlich ein Dauer-Kommentar mit, der bewertet, antreibt oder abwertet.
Eine knappe Antwort in einer Nachricht, ein irritierter Blick oder eine Rückfrage reicht – und schon prüft dein Kopf stundenlang, was du falsch gemacht hast.
Wenn dein Selbstwert stark daran hängt, nützlich, harmonisch und unkompliziert zu sein, fühlt sich jede eigene Grenze erst einmal wie ein Regelverstoß an.
Ob im Beruf, im Freundeskreis oder in Beziehungen: Andere wirken oft selbstverständlicher, souveräner oder klarer – während du innerlich befürchtest, irgendwann „aufzufliegen“.
Du hast dein Muster vielleicht schon oft analysiert, Podcasts gehört oder Bücher gelesen. Rational ist vieles klar, aber die Abteilung Gefühl stellt ihre Unterlagen im Alltag trotzdem noch nicht um.
Hinter starker Selbstkritik stecken meist alte, sehr starre innere Regeln: „Nur wenn ich keine Fehler mache, niemanden enttäusche und alles im Griff habe, bin ich okay.“ Solche Regeln waren irgendwann mal ein nachvollziehbarer Schutz – heute engen sie deinen Spielraum enorm ein.
Dreimal nachprüfen, dich vorsorglich entschuldigen, Aufgaben bis tief in die Nacht perfektionieren oder Konflikte schlucken: Kurzfristig senkt das die Anspannung. Langfristig verhindert es aber die Erfahrung, dass du auch ohne Dauer-Absicherung tragbar und willkommen bist.
Selbstzweifel zeigen sich selten im luftleeren Raum. Manchmal führen sie dazu, dass du eigene Bedürfnisse zurückstellst, stark nach Rückversicherung suchst oder Nähe lieber vermeidest, bevor jemand deine vermeintlichen Schwächen entdeckt.
Sich vor dem Spiegel einzureden, man sei großartig, geht bei niedrigem Selbstwert oft nach hinten los – weil der eigene Kopf sofort widerspricht. Du musst keine tägliche Begeisterung über dich produzieren. Ein fairer, respektvoller Umgang mit dir trägt im Alltag viel weiter.
Wie wir arbeiten
In der Beratung geht es für mich nicht darum, dich zu „optimieren“ oder dir Kalendersprüche mitzugeben, die spätestens am nächsten stressigen Vormittag verpuffen. Wir schauen gemeinsam ehrlich und in Ruhe hin: Wo stehst du gerade? Was setzt dich unter Druck? Und wie möchtest du eigentlich mit dir umgehen?
Du musst dafür nichts perfekt vorsortieren. Du kannst am Anfang ganz frei erzählen, was dich beschäftigt – auch wenn du noch gar nicht genau weißt, wo du anfangen sollst oder ob „Selbstwert“ überhaupt das richtige Etikett ist. Ich helfe dir bei Bedarf gern mit der ein oder anderen Frage beim Sortieren.
Methodisch arbeite ich integrativ, evidenzbasiert und klientenzentriert. Meine Arbeit ist geprägt von Verhaltenstherapie, ACT (Akzeptanz- und Commitmenttherapie), DBT, Achtsamkeit und der Forschung zu Selbstmitgefühl – ergänzt durch gesunden Menschenverstand, Humor und Pragmatismus. Wohlwollende Skepsis gehört ausdrücklich dazu: „Ergibt das hier für deinen Alltag gerade wirklich Sinn?“
Konkret im Gespräch
Je nachdem, was dich gerade am meisten beschäftigt, verbinden wir Verstehen und konkretes Ausprobieren – in deinem Tempo.
Welche Situationen triggern dein inneres Bewertungsamt? Welche alten Regeln springen an – und welches Sicherheitsverhalten hält das Muster unbemerkt am Laufen?
Zwischen Selbstbeschimpfung und unglaubwürdigem Eigenlob liegt ein großer, hilfreicher Raum: nüchterne Fairness, gesunde Distanz zu abwertenden Gedanken und unkitschiges Selbstmitgefühl.
Mal eine vorsorgliche Rechtfertigung weglassen, „gut genug“ stehen lassen oder eine Grenze setzen, auch wenn das schlechte Gewissen noch kurz auf dem Beifahrersitz mitfährt.
Wer dir gegenübersitzt
Falls du über eine Suche auf diese Seite gestoßen bist, kurz zu mir: Ich bin Robin, Baujahr 1990, Psychologe M.Sc. und lebe aktuell wechselnd in der Nähe von Hamburg und in Landau in der Pfalz. Seit meinem Masterabschluss 2018 habe ich mehr als sieben Jahre Erfahrung in beraterischer und therapeutischer Arbeit.
Vom Ton her bin ich im Gespräch relativ locker und direkt unterwegs. Mir ist wichtig, dass wir ungekünstelt in Kontakt kommen, offen reden können und du nicht das Gefühl hast, auch noch in der Beratung „gut abliefern“ zu müssen. Gleichzeitig achte ich sehr darauf, dass unser Vorgehen fachlich Hand und Fuß hat.
Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, wie wertvoll Pragmatismus, Humor, Perspektivwechsel und echtes Mitgefühl – mit anderen und mit sich selbst (ja, das geht wirklich, auch wenn das Wort manchmal etwas sperrig klingt!) – in herausfordernden Phasen sind. Auf der Hauptseite findest du bei Interesse auch ein kurzes Vorstellungsaudio von mir.
Zu meinen bisherigen Stationen gehören mehrere Jahre in einer DBT-orientierten Wohngruppe und in einer psychosozialen Beratungsstelle sowie weitere Praxiserfahrungen in klinischen und psychosozialen Kontexten. Dazu kommen über 700 Stunden postgraduale Weiterbildung – vor allem in Verhaltenstherapie, ACT, DBT, Online-Beratung und angrenzenden Verfahren.
Angebot & Preise
Starte gern mit einem kurzen Kennenlerngespräch oder wähle direkt das Format, das für dich gerade passt. Wenn du unsicher bist, schreib mir einfach kurz.
Ich bestätige Terminanfragen manuell oder melde mich mit einem Alternativvorschlag — meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Die Beratung findet online statt, in der Regel per Microsoft Teams. Den Zugangslink erhältst du vorab per E-Mail.
20 Minuten
19 €
Für ein erstes Kennenlernen, eine kurze Einordnung deines Anliegens und die Frage, ob meine Art zu arbeiten für dich passt.
Kennenlernen anfragen50 Minuten
85 €
Für die konkrete Arbeit an Selbstwert, innerer Kritik und deinen Mustern – regelmäßig, sporadisch oder einmalig nach Bedarf.
Einzelberatung anfragen50 Minuten · einmalig
49 €
Wenn du direkt mehr Raum für deine Geschichte und eine erste ausführlichere Einordnung möchtest. Einmalig zum Einstieg buchbar.
Erstgespräch anfragenAlle genannten Preise sind Gesamtpreise und enthalten eine gegebenenfalls anfallende Umsatzsteuer sowie sonstige Preisbestandteile. Wenn Selbstzweifel oder Muster vor allem eure Partnerschaft betreffen, ist auch Paarberatung (75 Min. · 155 €) möglich.
Zum Selbstlernen & Ausprobieren
Nicht jeder möchte sofort ein Gespräch buchen – und manchmal ist es hilfreich, zwischen Sitzungen oder ganz in Ruhe für sich selbst ein paar Gedanken zu sortieren.
Selbstlernprogramm im Browser
Acht Module rund um dein „inneres Bewertungsamt“, abwertende Gedanken, Selbstmitgefühl, Perfektionismus und Grenzen – wissenschaftlich orientiert, mit kleinen Alltagsexperimenten und ohne Motivationskonfetti.
Häufige Fragen
Ja, vollkommen. Gerade Menschen mit hohem eigenem Anspruch denken oft, ihr Thema sei „noch nicht schlimm genug“, solange im Alltag nach außen alles funktioniert. Du brauchst keinen Zusammenbruch und keine Diagnose, um dir einen Raum zu gönnen, in dem du deine Muster sortieren und entlasten kannst.
Indem wir nicht versuchen, deinen kritischen Verstand mit platten Jubelsätzen zu überreden. Stattdessen schauen wir verhaltenstherapeutisch und ACT-orientiert darauf, wann deine Selbstbewertung anspringt, wie du dich im Alltag verhältst und wie eine glaubwürdige, faire Haltung dir selbst gegenüber aussehen kann. Oft ist ein nüchterner Satz wie „Das ist gerade unangenehm, sagt aber nichts über meinen gesamten Wert als Mensch aus“ viel wirksamer als jedes Spiegel-Mantra.
Weil das Vertrauen in einzelne Fähigkeiten (Selbstwirksamkeit) und die grundsätzliche Bewertung deiner Person (Selbstwert) zwei unterschiedliche Dinge sind. Wenn dein inneres Bewertungssystem Erfolge automatisch kleinredet und gleichzeitig strenge Regeln gelten („Ich darf keine Schwäche zeigen“), verändert auch das nächste gute Ergebnis das Grundgefühl kaum. Genau diese innere Buchhaltung schauen wir uns gemeinsam an.
Nein. Mein Angebot ist psychologische Online-Beratung und keine Psychotherapie im Sinne der vertragsärztlichen Versorgung oder einer Abrechnung über die gesetzliche Krankenkasse. Ein niedriger Selbstwert allein ist keine Diagnose, kann aber mit depressiven Verstimmungen, Ängsten oder Erschöpfung zusammenhängen. Wenn sich zeigt, dass Psychotherapie oder eine ärztliche Abklärung sinnvoller wäre, spreche ich das offen und transparent an.
Ja, beides ist gut möglich. Du kannst in GENUG. (Betatest) erst einmal für dich allein die freien Module ausprobieren oder es begleitend zwischen unseren Beratungsterminen nutzen, um Übungen und Alltagsexperimente für dich festzuhalten.
Ja. Als Psychologe M.Sc. behandle ich alle persönlichen Inhalte vertraulich. Für meine Arbeit gilt die berufliche Schweigepflicht (Ausnahmen bestehen nur in eng gesetzlich geregelten Notfällen, etwa bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung).
Du wählst über den Buchungskalender deinen Wunschtermin. Ich prüfe die Anfrage persönlich und bestätige sie manuell oder melde mich mit einem Alternativvorschlag – meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Den ersten Termin bezahlst du vorab per Banküberweisung, Folgetermine innerhalb von 7 Tagen nach dem Gespräch. Bis 24 Stunden vor dem Termin kannst du kostenfrei verschieben oder absagen.
Mein Angebot ist nicht für akute Krisen oder Notfälle gedacht, und ich bin nicht durchgehend erreichbar. Wenn du akut gefährdet bist oder befürchtest, dir oder jemand anderem etwas anzutun, wende dich bitte sofort an den Notruf 112, eine psychiatrische Notaufnahme, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder rund um die Uhr an die TelefonSeelsorge (0800 111 0 111).
20 Minuten Kennenlernen reichen, um in Ruhe zu schauen, worum es dir geht und ob du dich im Gespräch wohlfühlst.